Beinachskorrekturen

Mit einer Beinachskorrektur werden Fehlstellungen der Knochen behoben. Am Kniegelenk vor allem um die Belastungen gleichmässiger zu verteilen.

„Osteotomie“ ist griechisch und lässt sich mit Knochenschnitt übersetzen. Im Kniegelenk wird sie vor allem bei Patienten mit starken X- oder O-Beinen angewendet. Solchen Patienten drohen, wegen der starken Verschiebung der Achsen und der sich daraus ergebenden Fehlbelastungen, im Laufe der Zeit grössere Gelenksschäden.

Am Anfang steht wie bei allen operativen Eingriffen die genaue Diagnostik mit klinischer Untersuchung und Röntgenanalyse. Anhand von exakten Messungen wird die optimale Korrektur festgelegt. Am Bildschirm wird der Eingriff simuliert. Es wird zwischen einer schliessenden und einer öffnenden Osteotomie unterschieden. Bei beiden Verfahren wird der Knochen nie ganz durchtrennt. Entweder wird zum Korrigieren ein Keil entnommen, um den Knochen einzuschwenken oder ein kleiner Spalt gefräst, um den Knochen auszuschwenken. Wie auch immer: Der Eingriff ist für die Patienten gut zu bewältigen. Schon am Tag nach der Operation darf aufgestanden, nach sechs Wochen können Krücken entwöhnt werden.