Primär-Prothetik

Ein künstliches Kniegelenk (Oberflächenersatz = Knieprothese) ersetzt den defekten, abgenutzten Teil im Knie. Je nach Ausmass und Lage der Abnutzung wird eine Teil- oder eine Totalprothese eingesetzt.

Verschiedene Erkrankungen aber auch Verletzungen können oft nur mit einer Knieprothese sehr zufriedenstellend behandelt werden. Altersbedingte Arthrosen, Endzündungen, Infektionen, Durchblutungsstörungen sind als häufigste Ursachen zu nennen. Aber auch Frakturen, Meniskusverletzungen und Kreuzbandrisse können Strukturen so stark schädigen, dass im Verlauf ein Ersatz notwendig wird.

Ein operativer Eingriff dauert in der Regel rund eineinhalb Stunden. Er kann unter Teil- oder Vollnarkose durchgeführt werden. Die Prothese besteht aus hochpoliertem Metall, einer Cobalt-Chrom- Legierung, sowie einem dazwischen liegenden Kunststoffteil, der die Beweglichkeit und das gute Gleiten des künstlichen Gelenks garantiert.

Die Rehabilitation nach dem operativen Eingriff erfolgt rasch, normalerweise noch während des Aufenthaltes im Spital, der in der Regel rund eine Woche dauert. Mit einem künstlichen Kniegelenk ist vieles wieder machbar. Vielleicht nicht mehr so leicht und so intensiv wie mit einem gesunden Knie, aber in den allermeisten Fällen wieder weitgehend schmerzfrei.