Revisions-Endoprothetik

Die Anzahl implantierter Schulterprothesen steigt in der Schweiz von Jahr zu Jahr. Immer mehr Menschen tragen eine Endoprothese, das heisst, ein Implantat, auf das sie ihr Leben lang angewiesen sind. Auf Grund der Tatsache, dass die Lebenszeit ständig zunimmt, fällt der Revisions-Endoprothetik eine immer grössere Bedeutung zu. Nicht wenige Patienten müssen sich einer Wechseloperation unterziehen. Auch Infektionen, Stürze, Ausrenkungen (Luxationen) oder Materialverschleiss können zu einem vorzeitigen Wechsel oder einer Revision führen.

Damit Infektionen ausgeschlossen werden können, punktiert man die Gelenke vor dem Eingriff, um die Gelenkflüssigkeit auf Bakterien oder andere unerwünschten Bestandteile zu untersuchen. Dabei gilt es unterschwellige, manchmal schon jahrelang bestehende Infektionen zu erkennen, um die neue Prothese nicht in ein infiziertes Gelenk zu implantieren.

Bei den Wechseloperationen muss der an die Prothese angrenzende Knochen sehr vorsichtig behandelt werden. Prothesen, die schon lange locker sind, können enorme Substanzverluste am Knochen verursacht haben. Bei der Wechseloperation wird versucht, den fehlenden Knochen wieder aufzubauen.

Entscheidend für den Erfolg ist der feste Halt der Wechselprothese. Wir setzen moderne, meist modulare, zementfreie Implantate ein. Diese mehrteiligen Prothesen können bei der Operation individuell auf den entsprechenden Knochendefekt ausgerichtet werden und sind – auch wenn der Knochen ganz fehlt – optimal zu positionieren.