Schulterstabilisation offen / arthroskopisch

Bei einer ausgerenkten (luxierten) Schulter ist der Oberarmkopf aus der Pfanne ausgekugelt. Die Luxation kann zu weiteren Schädigungen führen. Nach erstmaliger Luxation kann sich die Schulter unter Umständen wieder selber stabilisieren. Es kann sich aber auch eine Instabilität entwickeln, das heisst, die Schulter renkt sich auch ohne äussere Einwirkung immer wieder aus.

Für die Behandlung einer solchen Instabilität gibt es zwei etablierte Verfahren:

  • Offen: Stabilisierung der Schulter mittels Knochenspan (Stabilisierung nach Latarjet); sicherste Methode mit einer Rezidiv-Rate unter fünf Prozent. Sie wird vor allem bei jungen Patienten mit hohem Anspruch (Sportler) oder bei Patienten mit erheblichen knöchernen Defekten angewendet.

offenes Verfahren
offenes Verfahren

  • Arthroskopisch: Eine Kapselausdehnung oder eine Loslösung der Gelenklippe (Bankart-Läsion) kann mit einem arthroskopischen Eingriff (Gelenkspiegelung) repariert werden. Dabei werden Knochenanker angebracht, welche mit Fäden am vorderen Pfannenrand armiert werden. Diese Nähte refixieren und raffen die abgerissene und ausgeweitete Gelenkkapsel samt ihren Verstärkungsbändern (Bankart-Refixation). Die Rezidiv-Rate ist mit zirka zehn Prozent ein wenig höher. Liegen knöcherne Defekte vor, kann dieses Verfahren nicht angewendet werden.

Bankart-Refixation

Welches Verfahren wann am besten angewendet wird, ist sehr individuell und muss den Bedürfnissen der jeweiligen Patientin, des jeweiligen Patienten angepasst werden.

Wie auch immer: Wir beraten Sie ausführlich über sämtliche Methoden und Verfahren. Nach einer ausführlichen Untersuchung schlagen wir Ihnen die bestmögliche Therapie vor. Am Schluss aber entscheiden Sie.